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Vorträge

11 Antworten, 2 Stimmen Zuletzt aktualisiert von  Reinhard Weber vor 1 Jahr, 12 Monate
  • Autor
    Beiträge
  • #6083 Punkte: 0

    Reinhard Weber
    Teilnehmer
    2 pts
    @rweber

    Hier können wir über die Zeit in den Live-Meetings hinaus noch weiter die Inhalte der Vorträge besprechen.

  • #6084 Punkte: 0

    Reinhard Weber
    Teilnehmer
    2 pts
    @rweber

    Was nehmt ihr aus dem Vortrag von Prof. Hobelsberger zur Lebenssituation Jugendlicher mit?

    • #6089 Punkte: 0

      christian guenther
      Teilnehmer
      9 pts
      @christian-guenther

      Erst mal danke für Vortrag und Aufzeichnung!
      Ich habe mir die Veranstaltung auf Youtube angesehen.

      Der Vortrag hatte seine Höhen und Tiefen.

       

      Tiefpunkt war für mich der reißerische Ami-clip, der erstens gegenüber Prof. Hobelsbergers Vortrag nichts wirlich Neues brachte und der dazu noch die Sterotypen “Generation Y” verfestigte, die – da ging es mir wie Andreas – zunehmendes Unbehagen bereiteten: Denn den “statistischen Schüler” gibt es bekanntlich nicht.

       

      Höhepunkte waren, so fand ich, Hobelsbergers Ausführungen zur Medienkultur und Sozialisierung von Jugendlichen.

       

       

      Auch was er zur institutionalisierten, christlichen Religiosität sagte, tat so weh, wie es nur richtige Treffer tun: Für Jugendliche weitgehend irrelevant.

      Und seine Ermahnung: “Hören wir auf, Jugendlichen Antworten auf Fragen zu geben, die sie nicht gestellt haben”  sollte jedem im Gedächnis bleiben, der nächstes Jahr mit seinen Klassen in großem Maßstab das Reformationsjubiäum behandeln will.

      Man kann natürlich auch andersherum argumentieren: Wenn Religion für Jugendliche schlicht irrelevant ist, dann gibt es keine Anforderungssituationen mehr, die einer religiösen Antwort bedürfen.

      Oder müsste man nicht gerade bei dieser Frage tiefer schürfen?

       

      Als Michael Beisel meinen Kollegenkreis in Ludwigshafen besuchte, wurde auch grundsätzlich über den Religionsunterricht gesprochen. An diesem Punkt scheint sich mir ein interessanter Ansatzpunkt zur Weiterarbeit zu finden. Meine Kollegen skizzierten ein Spannungsverhältnis, in dem sich das Fach Religion befindet:

       

      Reli: Gratwanderung zwischen spitzfindigem Laberfach und Betroffenheitsdrama ob der großen Probleme der Welt

       
      Hinter diesem erweiterten Substantiv verbirgt sich die auch bei Hobelsberger verdeutlichte Einsicht, dass theologische/kirchlich-theologische Überlegungen bei den ethischen Enschlüssen der Jugendlichen kaum eine Rolle spielen, dass sie aber gleichzeitig sehr – und gerne auch unreflektiert – emotional auf die Aufreger ihrer näheren und ferneren Umgebung reagieren.

       

      Wäre es nicht Aufgabe des Religionsunterrichts, den Gefühlen mehr Tiefe und den Gedankenspielen mehr Ernst zu verleihen, beispielsweise bei einem Thema wie “Barmherzigkeit statt Empathie“?

       

  • #6093 Punkte: 0

    Reinhard Weber
    Teilnehmer
    2 pts
    @rweber

    @christian: Vielleicht passt, das, was du da zuletzt über Tiefe von Gefühlen sagst, auch gut zu der Aussage, dass Jugendliche wieder mehr die Sicherheit und Geborgenheit (z. B. in der Elternbeziehung) schätzen – da ergäbe sich vielleicht ja auch ein Ansatzpunkt hin zu Gott und Religion: Geborgen in der Liebe Gottes. Das führt natürlich gerade weiter zu der Frage: Wo wird das für Jugendliche erfahrbar? Wird ja gerade von den etablierten Kirchen eher nicht erwartet … . Vielleicht eine Einladung an ReligionslehrerInnen, authentische AnsprechpartnerInnen zu sein.

  • #6102 Punkte: 0

    christian guenther
    Teilnehmer
    9 pts
    @christian-guenther

    @Reinhard:

     

    No offense, aber ich bin nicht sicher, ob das mit der Geborgenheit in der Liebe Gottes nicht wieder ein von außen aufgesetzter Hut wird.

     

    Meine Tendenz war ein wenig weniger anspruchsvoll: Dass die Schüler mal darüber nachdenken, woher ihre Gefühle kommen und wohin sie führen. Wir leben in Zeiten, in denen Aufregung in alle möglichen Richtungen (auch ganz destruktive) hin gelenkt werden kann. Ich wäre ja schon froh, wenn Schüler durchschauen, dass ihre Gefühle an Maßstäbe, also an Ideen geknüpft sind, denen sie sich nicht bewusst sind. Und manche dieser Ideen sind richtig schlecht.

    Und genau- an dieser Stelle kommt Jesus ins Spiel.

     

    Mein Schwiegervater – alter, pensionierter Pädagoge – meinte ziemlich pessimistisch, dass mein Wunsch nach dieser Vertiefung der Gefühle schwer umzusetzen sei, weil die meisten Jugendlichen lieber gar nicht erst aus ihrem Rausch aufwachen wollen.

     

    Ich habe da ja noch Glück: Meine Grundschulkinder sind hormonbedingt noch nicht auf diesem Verblendungstrip. So vernünftig wie Viertklässler sind erst wieder Über-Zwanzigjährige.

  • #6103 Punkte: 0

    Reinhard Weber
    Teilnehmer
    2 pts
    @rweber

    Den heutigen Vortrag über Spuren Gottes im Gehirn fand ich total spannend. Besonders, dass Kulturen und Religionen, die vokalisierte Schriften haben, eher zu bildlichen Darstellungen tendieren und solche mit vokallosen Schriften eher zu Bilderverboten. Und das neurologisch begründet. Das kannte ich echt noch nicht.
    Auch fand ich es spannend, dass das persönliche Gebet die höchste Gehirnaktivität verursacht.Auch, dass Religion in dem Sinne notwendig ist, als sie eher lebensfördernd, da zu Kooperation und Adaptation neigend, ist.

    Da gab es so einige Gustostückerln, also unbedingt anschauen!

  • #6104 Punkte: 0

    christian guenther
    Teilnehmer
    9 pts
    @christian-guenther

    Hat das mit der Aufzeichnung geklappt? Denn der Vortrag war definitv was für die Nachwelt!  💡

     

    Allerdings kam mir nach dem Vortrag – leider zu spät – noch ein finsterer Verdacht:

     

    Die evolutionstechnisch sinnvollsten Religionen haben alle den Nachteil, dass sie auf Götzendienst beruhen …  😐

    • #6105 Punkte: 0

      Reinhard Weber
      Teilnehmer
      2 pts
      @rweber

      Das mit der Aufnahme ist etwas kompliziert, da bei der Adobe-Connect-Aufnahme sämtliche Quellen zeitverzögert ankommen.
      Ich habe also, den Anfang meiner Bildschirmaufnahme genommen, wo meine Einleitung noch gut drauf ist, für den Rest den Ton extrahiert und konvertiert und ab dem Zeitpunkt, wo die Präsentation bei mir hängen geblieben ist, mit dem Bild von der Adobe-Connect-Aufzeichnung verbunden. Ich hoffe, das Ergebnis kann sich sehen lassen, der PC rechnet noch. Die Diskussion am Schluss war dann nicht mehr brauchbar, beim Umschalten auf die Diskussionsansicht hatte sich mein Adobe-Connect-Plugin endgültig aufgehängt. :-\

    • #6110 Punkte: 0

      Reinhard Weber
      Teilnehmer
      2 pts
      @rweber

      @christian: Scheinbar ist das dem Gehirn tatsächlich egal. Ich deute das so: Wir bringen die Infrastruktur für Gottesbeziehung mit – wie wir die einsetzen ist unser Kaffee.

  • #6179 Punkte: 0

    Reinhard Weber
    Teilnehmer
    2 pts
    @rweber

    Beim heutigen Vortrag von Prof. Khorchide hat mich wieder sein radikal dialogischer Ansatz angesprochen. Da kann ich als Christ nur amen sagen.

  • #6211 Punkte: 0

    Reinhard Weber
    Teilnehmer
    2 pts
    @rweber

    Bei der gestrigen Buddhismus-Fragestunde habe ich gelernt, dass im Buddhismus ähnlich wie im Islam verschiedene Schulen existieren und diese doch ziemlich hierarchisch strukturiert sind.

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